Zellen

Die Zellorganellen – Organe der Zellen

Mitose

Zellorganellen sind die kleinen Organe in den Zellen, die von einer eigenen Membran umgeben sind. Diese grenzt die einzelnen Organellen von der restlichen Zelle ab und ermöglicht die Wahrnehmung verschiedener, spezifischer Funktionen der einzelnen Zellorganellen.

Ribosomen

Die Ribosomen übernehmen die wichtige Aufgabe der Eiweißproduktion innerhalb einer Zelle. Sie bestehen aus Nukleinsäure und Protein.

Zellkern

Aufbau Zellkern

Wikipedia | Dirkb

Im Zellkern ist die Erbsubstanz in Form von Chromatinfäden gespeichert. In den Kernkörperchen, den Nucleoli, werden Ribosomen produziert. Zudem übernimmt der Zellkern die Steuerung des Stoffwechsels, was durch RNA-Moleküle erfolgt.

Mitochondrien

Aufbau Mitochondrien

Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen, denn in ihnen wird die benötigte Energie gewonnen. Dafür wird Glukose (Zucker) abgebaut und in energiereichen Zwischenformen, meistens Adenosintriphosphat (ATP), gespeichert. ATP kann als die Energiewährung einer Zelle angesehen werden.

Meist sind Mitochondrien bohnenförmig oder rund und von einer Doppelmembran umgeben. Der äußere Teil der Membran dient zur Abgrenzung. Die Innenmembran ist gekennzeichnet durch Christae (Einstülpungen), die Komplexe zur Zellatmung beinhalten. Diese Matrix besteht aus Ribosomen, mtDNA und verschiedenen Enzymen zur Zellatmung.

Endoplasmatische Retikulum (ER)

Dieser Zungenbrecher wird meistens schlicht mit ER abgekürzt. Das Endoplasmatische Retikulum ist das Transportsystem für chemische Stoffe einer Zelle und besitzt eine Verbindung zur Kernmembran. Zudem werden im ER Fettsäuren und Lipide gebildet, die zum Aufbau von Membranen für Zellorganellen dienen.

Es wird zwischen dem rauen und dem glatten ER unterschieden. Das raue ER nimmt den größten Teil der Oberfläche des ER ein und ist von Ribosomen besetzt. Das glatte ER ist frei von Ribosomen.

Golgi-Apparat

Die Golgi-Apparate sind die großen Umschlagplätze in den Zellen. Hier werden Produkte aus dem Endoplasmatischem Retikulum umgewandelt, gespeichert, sortiert und transportiert. Der Golgi-Apparat kann zudem selber Öle, Schleime und Substanzen für die Zellwand (Pflanzen) herstellen.

Als Golgi-Apparat bezeichnet man die Gesamtheit aller Dictyosomen, die wiederum Stapel abgeflachter und durch Membranen begrenzter Hohlräume sind.

Zellmembran

Aufbau Zellmembran

Die Zellmembran ist eine Doppelmembran, die das Zellplasma nach außen abgrenzt und damit auch alle Zellorganellen umschließt. Sie besteht aus einer zweilagigen Schicht aus Lipiden (Proteine und Fette), der Lipiddoppelschicht. Die Zellmembran ist semipermeabel, also halbdurchlässig. Dies bedeutet, dass nur bestimmte Stoffe wie zum Beispiel Wasser oder Sauerstoff durchgelassen werden.

Zellwand

Die Zellen von Pflanzen und Bakterien besitzen zusätzlich zur Zellmembran noch eine Zellwand, die der Zelle Festigkeit verschafft. In der Wand sind kleine Öffnungen vorhanden, die Tüpfel. Diese lassen den Stoffaustausch mit der Umgebung zu. Die Zellwand besteht größtenteils aus Cellulose.

Kompartimente

Kompartimente werden durch Biomembranen gebildet, die bestimmte Zellbereiche voneinander abgrenzen. Dadurch entstehen verschiedene Reaktionsräume, die gleichzeitige und gegensätzliche Stoffwechselvorgänge der einzelnen Zellorganellen ermöglichen.

Vesikel

Aufbau Vesikel

Vesikel sind kleine Bläschen innerhalb einer Zelle, die von einer Einfach- oder Doppelmembran oder einer netzartigen Proteinhülle umschlossen sind.  Sie sind für den Stofftransport zuständig und erzeugen eigene Zellkompartimente für verschiedene zelluläre Prozesse.

Cytoplasma

Im Cytoplasma ist eine gelartige Substanz innerhalb der Zellmembran, in der alle Zellbestandteile eingebettet sind.

Vakuole

Vakuole sind mit Zellsaft gefüllte Hohlräume im Cytoplasma, die 80% des Zellvolumens ausmachen. Sie dienen als Lagerplatz für verschiedene Stoffe wie Zucker, Vitamine oder Ionen. Vakuole findet man nur in Pflanzenzellen.

Chloroplasten

Ebenfalls nur in Pflanzenzellen befinden sich die Chloroplasten, eine Art der Plastiden. Diese sind für die Fotosynthese verantwortlich, bei der Sonnenenergie in Glukose umgewandelt wird. Durch das in den Chloroplasten enthaltene Chlorophyll erhalten die Pflanzen ihre charakterliche grüne Farbe. Die Chloroplasten sind meist bohnenförmig und werden von einer Doppelmembran umschlossen.

Lysosomen

Lysosomen gibt es nur in tierischen Zellen. Sie übernehmen Verdauungsaufgaben innerhalb einer Zelle. Als primäre Lysosomen werden sie im Golgi-Apparat hergestellt. Nach der Aufnahme von Partikeln oder bei einer Verbindung mit Vakuolen spricht man von sekundären Lysosomen.

Die Lysosomen bestehen aus einem Vesikel und sind durch eine Membran begrenzt. Im Inneren befinden Enzyme für die Verdauung. Durch Endozytose (Einstülpung in den Innenraum) können zu verdauende Stoffe in das Vesikel eingeschlossen werden.

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