Zellen

Der Zellkern – Träger der Erbinformationen

aufgeschnittene Avocado

Der Zellkern ist die zentrale Einheit zur Steuerung einer Zelle sowie Träger der Erbinformationen. Er steuert den Stoffwechsel und  speichert die Erbanlage in Chromatinfäden. Den Zellkern findet ihr nur in eukaryotischen Zellen, da das prokaryotische Gegenstück keinen besitzt.

Funktionen

Der Zellkern speichert die Erbsubstanz in unstrukturierten Chromatinfäden, die nur während einer Zellteilung als Chromosomen erkennbar sind. Ein Mensch besitzt 46 Chromosomen, mit der Ausnahme von Intersexuellen. Als Genom bzw. Chromosomensatz bezeichnet man die Gesamtheit aller Chromosomen.

Botenmoleküle aus RNA (Ribonukleinsäure) übernehmen die Steuerung der Stoffwechselfunktion und fungieren damit als Postboten einer Zelle. Ihre Aufgabe besteht in der Übertragung von Informationen zwischen verschiedenen Orten.

Aufbau

Aufbau Zellkern

Wikipedia | Dirkb

Nucleolus (Nukleolus)

Übersetzt bedeutet Nucleolus Kernkörperchen. Ein Zellkern kann einen oder mehrere solcher Körperchen besitzen, deren Plural man Nucleoli nennt. Die Nucleoli üblicherweise kugelförmig und besitzen keine eigene Membran. Sie sind verantwortlich für die Produktion von Ribosomen, die wiederum für die Proteinproduktion benötigt werden.

Karyoplasma

Das Karyoplasma, das ihr alternativ auch Kern- oder Nucleoplasma nennen dürft, umgibt die Nucleoli und ist das Plasma des Zellkerns. Im Karyoplasma finden sich neben den Nucleoli auch die Chromatinfäden.

Kernmembran

Die Kernmembran ist als Doppelmembran aufgebaut und umgibt den Zellkern, der dadurch vom Rest der Zelle abgegrenzt wird. Auf der äußeren Membran befinden sich Ribosomen. Die innere, aus intermediären Lamin-Filamenten bestehende, Membran dient zur Stabilisierung und Fixierung der Chromatinfäden. Während der Mitose (Teilung des Zellkerns) wird die Innenmembran ab- und wieder aufgebaut.

Kernporen

Die Kernmembran ist keine geschlossene Oberfläche, sondern „durchlöchert“. Diese Öffnungen werden Kernporen genannt. Durch diese Poren können Stoffe zwischen dem Zellkern und der restlichen Zelle ausgetauscht werden. So ermöglichen sie beispielsweise den Transport der produzierten RNA-Moleküle zu den Ribosomen.

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